Archiv für den Monat: Februar 2015

Törnbericht Meilen- und Schnuppertörn MT1401

Vom 09. – 16.05.2014 haben wir bei unserem Meilen- und Schnuppertörn die Insel Fyn in 3 Tagen und 3 Stunden gerundet.

Beim Aufräumen meiner Mails ist mir der Törnbericht von Sebastian und Winfried untergekommen. Die Strecke wird meist als gemütlicher 2 Wochentörn ab Flensburg beschrieben. Dank dem Einsatz der Crew und der idealen Wetterlage schafften wir es die Insel in gut 3 Tagen zu umrunden.

Vorneweg noch ein paar Törninfos zu unserem Kursprogramm 2015:
Am  10.04.15 starten wir für eine Woche zu einem Meilentörn von Flensburg in die dänische Südsee. Ob wir es wieder Rund Fyn fahren, bleibt abzuwarten und ist auch nicht explizit geplant. Dazu gibt es noch zu viele andere interessante Routen. Vielleicht will die Crew auch mehr Manöver üben. Die Route legen wir wie immer vor Ort anhand der Wetterlage und der Wünsche der Teilnehmer fest. In dieser Woche testen wir eine Sun Odyssey 379, Sun Odyssey 379 Iunter Segeln. Die schnelle Charteryacht von 1.Baujahr 2013 mit Schiffssicherheitszeugnis und SeeBG.
Wen jetzt das Meer ruft, kann unter:
http://www.segelschule-fuerst.de/Segelkurse/Meilen-und-Schnuppertoerns/
noch anheuern.

MT1401_204In den beiden folgenden Wochen segeln wir wieder SKS Törns auf der Sun Fast 37 „Nivius“:
http://www.segelschule-fuerst.de/Segelkurse/Sportkuestenschiffer-Schein/

Im September sind wir dann noch einmal für 2 Wochen auf der „Nivius“ zum SKS Törn  SKSP1503 und zum Meilentörn MT1502.

Törnbericht MT1401

Entscheidung

Eigentlich wollte ich schon immer mal auf dem Meer segeln, war mir aber nicht ganz so sicher, ob dies das Richtige für mich ist. Also habe mich für den Meilen- und Schnuppertörn angemeldet.

wpid-20140514_161506.jpgDas Vorbereitungstreffen in Nürnberg folgte und ich habe die anderen Crewmitglieder kennengelernt. Leider habe ich bei der Anmeldung nicht bedacht, dass es am Freitagnachmittag in Flensburg losgeht. Es musste also eine kurzfristige Besprechung in Kiel einberufen werden. Das hat dann auch geklappt und ich bin am Freitag morgen mit Winfried und Christian losgefahren.

Ankunft in Flensburg

Marina Sonwik Alles war gut, das Wetter grausam. Das letzte Crewmitglied Peter kam an. Auch er hatte zufällig eine Besprechung in Hamburg gehabt. Nachdem wir einkaufen waren, haben wir das Schiff bezogen. Am ersten Abend hatte Winfried Grünkohl gekocht. Mir hat´s gut geschmeckt. Für die Franken war es vielleicht etwas Neues.

1. Tag (18 nm, S 4 Bft)

DSCN3548Flensburg – Sønderborg Zuerst das Frühstück, danach die Sicherheits-einweisung und los ging’s. Nach dem Tanken hat dann jeder ein Boje über Bord Manöver unter Maschine gefahren und dann aber wirklich segeln. Der erste Tag war schnell vorbei. Das Wetter etwas besser. Alles war toll. Nachdem wir in Sønderborg angelegt hatten, haben wir noch was gekocht und uns die weitere Route überlegt. Schnell war kDSCN3528lar, dass wir „Rund Fyn“ fahren wollten. Die Wettervorhersage machte uns Hoffnung.

2. Tag (54 nm, SSE 6 Bft)

 DSCN3546Sønderborg – Troense Durch die Brücke ging es erst durch den Als und anschließend durch den Svendborgsund. Den ganzen Tag auf dem Wasser. Zwei waren immer an Deck, einer hat navigiert, und einer hatte Pause. Der Wind war gut, und in Dänemark zu sein war noch besser. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich als Kind ausschließlich dort meine Ferien verbracht habe und eigentlich nicht mehr dahin wollte. Ich werde aber wiederkommen. Der Hafen in Troense war wunderschön. Da wir nicht kochen wollten, sind wir Pizza essen gegangen. Vielleicht hätten wir gekocht, wenn wir gewusst hätten wie weit der Weg war.

3. Tag (70 nm, SW 5 Bft)

04 Kolby KasTroense – Kolby Kås Zum Frühstück gab es unter anderem den dänischen Fisch. Für mich und Oliver gut, für die Anderen zum Frühstück nicht die 1. Wahl. Es gab viel Wind und Wellen. Diesen Tag waren wir 12 Stunden unterwegs. Der Hafen in Kolby Kas ist mehr ein Fährhafen aber der Sonnenuntergang war schön.

4. Tag (43 nm, W 4-5 Bft)

MT1401_185_1Kolby Kås – Middelfart Frühstück und los. Wellen und Wind nicht ganz so stark wie am Vortag aber anständig. Trotzdem konnte Oliver unterwegs noch was kochen. Gegen Nachmittag war die Hälfte geschafft, der kleine Belt erreicht.

IMT1401_217m Hafen von Middelfart war Winfried der Meinung, das Boot würde an anderer Stelle und in anderer Richtung besser liegen. Oliver hat diesen Gedanken aufgenommen und ließ Winfried wieder ablegen, um an dem gegenüberliegenden Steg anzulegen. Nach ca. 1 Stunde lagen wir wieder da, wo wir vorher angelegt hatten, immerhin anders herum.

 

5. Tag (54 nm, W 4 Bft)

wpid-screenshot_2014-05-14-16-13-03.jpgMiddelfart – Ærøskøbing Dies war wohl der schönste Tag. Inzwischen hatten wir viel Sonne, leider weniger Wind, aber eine tolle Landschaft. Gegen Mittag hatten wir „Rund Fyn“ geschafft. War doch gar nicht so schwer. Um 19:00 Uhr waren wir an Fyn vorbei in Ærøskøbing.

Während der Fahrt 06 Reparaturarbeitenist aufgefallen, dass ein Stab am Verklicker nicht im gleichen Winkel (gefühlt 1,4° Abweichung) zum anderen stand. Dies wurde sofort durch Christian im Bootsmannstuhl behoben. Anschließend wurde gekocht und wir sind dann noch den Ort angucken gegangen.

07 Aeroskobing

Der Ort ist wirklich schön. Am Abend, als wir nach dem Essen zusammen saßen, haben wir uns den Wetterbericht für den nächsten Tag angesehen und festgestellt, dass wir zwar Sonne haben würden, aber keinen Wind.

MT1401_473Unter Motor zurückfahren kam nicht in Frage, so haben wir uns entschlossen, sofort wieder die Segel zu setzen und die Nacht durchzusegeln.

6. Tag (42 nm, SSW 3)

08 Langballigau Ærøskøbing-Langballigau Am Vormittag sind wir mit dem letzten Windhauch aus NW unter Segel an den Steg getrieben. Müde aber zufrieden konnten wir uns den ganzen Tag bei Flaute und herrlichen Sonnenschein erholen.

09 Sonnenuntergang

Zum Abendessen gab es frischen Ostseefisch mit Bratkartoffeln – und einen wunderschönen Sonnenuntergang.

7. Tag (14 nm, 2-3 Bft)

MT1401_548Langballigau – Flensburg Sollte es das schon gewesen sein? Am Freitag sind wir dann zu den Ochseninseln gefahren. Leider gab es bei Oma noch keinen Kuchen.

Dann  ereilte uns vollends das Pech. Nach 287 Segelmeilen, 4,5 Maschinenmeilen einer Nachtfahrt und drei Anlege-manövern unter Segeln schlief 1 Seemeile vor der Marina Sonwik der Wind komplett ein. Zum Leid des Schiffsführers hat es keine Paddel an Bord gegeben.  Um 15:15 Uhr war der Törn zu Ende. Das Boot wurde leer geräumt, und wir mussten nach Nürnberg zurückfahren.

Für mich, der ich zum ersten Mal dabei war, war es richtig toll. Dänemark und die Ostsee haben mir richtig gut gefallen. Ich habe eine Menge dazugelernt und plane wiederzukommen. Vielen Dank an Oliver und die anderen Crewmitglieder Winfried, Christian und Peter. Ich hoffe ich sehe Euch demnächst am Brombachsee oder irgendwo anders auf dem Wasser.

Sebastian